Verkehr Hamburg

Hafendemonstration am 19.12.2020 wird verschoben

Hafendemonstration am 19.12.2020 wird verschoben

Die ver.di-Vertrauensleute im Hafen haben beschlossen, die für den 19. Dezember 2020 geplante Demonstration von Hafenarbeitern und ihren Familien zum Erhalt von Arbeitsplätzen, Tarifverträgen und des Gesamthafenbetriebes (GHB) auf das kommende Jahr zu verlegen. Der geplante Abbau von Arbeitsplätzen und die Fusionspläne von Eurogate und HHLA, sowie betriebsbedingte Kündigungen gefährden die Beschäftigten im Hafen und bedrohen insbesondere den Erhalt des GHB. Dieser bildet mit knapp 1000 Arbeitsplätzen die Arbeitskraftreserve des Hamburger Hafens. Der GHB federt Bedarfsschwankungen ab und sichert die Hafentarife. Ohne GHB würden Personaldienstleister zu sehr viel schlechteren Bedingungen Arbeitskräfte anbieten.

„Der Lockdown ändert nichts an der Haltung von ver.di. Auch 2021 werden wir uns weiterhin für Arbeitsplätze, Tarife und Betriebe einsetzen“, erklärt Natale Fontana, Landesfachbereichsleiter Verkehr bei ver.di Hamburg.

 „Aus Verantwortung für ihre Familien und die Öffentlichkeit sowie in Solidarität mit denjenigen, denen es in der Corona-Pandemie schlechter geht, haben die Vertrauensleute beschlossen, die Demonstration zu verlegen. Nach der Aufhebung der neuerlichen Auflagen wird gemeinsam ein neuer Termin beschlossen“, so Stephan Gastmeier, Gewerkschaftssekretär im Fachbereich Verkehr bei ver.di Hamburg.

 Lars Stubbe, ebenfalls Gewerkschaftssekretär im Fachbereich Verkehr, ergänzt: „Der Hamburger Hafenwirtschaft sei geraten, die jetzige Absage nicht als Zeichen der Schwäche zu interpretieren, denn die Wut über die Entwicklungen im Hafen ist groß. Sie sollte vielmehr die Forderung der Bundesregierung an die Arbeitgeber umsetzen, Betriebsstätten zu schließen und Home-Office-Lösungen anzubieten!“

„Die Kolleginnen und Kollegen sind sich ihrer Verantwortung bewusst und verlegen deshalb diese Demonstration: Verschoben ist nicht aufgehoben! Wir begrüßen, dass die Hafenkollegen zusammenstehen und sich gemeinsam für ihre Zukunft im Hafen einsetzen. Ver.di Hamburg wird weiterhin alles unternehmen, um Arbeitsplatzgefährdung und -abbau zu verhindern“, sagt Sieglinde Friess, stellvertretende Landesleiterin bei ver.di Hamburg.

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